Mehr Haare in der Bürste als sonst. Eine Dusche voller ausgefallener Strähnen. Der Scheitel der breiter wirkt als früher.
Haarausfall ist für viele Frauen nicht nur ein ästhetisches Problem – er trifft tief. Haare sind Ausdruck von Vitalität, Identität und Weiblichkeit. Deshalb ist Haarausfall emotional belastend – und wird gleichzeitig häufig zu lange verdrängt bis er unübersehbar wird.
Als zertifizierter Mikronährstoffberater erlebe ich in meinen Beratungen regelmäßig wie groß die Verunsicherung rund um Haarausfall ist – und wie viele Frauen jahrelang mit den falschen Ansätzen kämpfen. Deshalb erkläre ich in diesem Artikel was Haare wirklich brauchen, welche Ursachen am häufigsten übersehen werden – und warum die Naturtreu Rapunzelmähne ein biochemisch durchdachter Ansatz ist.
Warum fallen Haare aus – die häufigsten Ursachen
Wie wächst ein Haar eigentlich? Jedes Haar durchläuft einen Zyklus aus drei Phasen. Die Wachstumsphase (Anagenphase) dauert 2 bis 7 Jahre. Danach folgt eine kurze Übergangsphase (Katagenphase) und schließlich die Ruhephase (Telogenphase) in der das Haar ausfällt und durch ein neues ersetzt wird.
Täglich fallen 50 bis 100 Haare aus – das ist normal. Problematisch wird es wenn deutlich mehr Haare ausfallen als nachwachsen oder wenn die Wachstumsphase verkürzt wird.
Die häufigsten Ursachen für Haarausfall bei Frauen:
Nährstoffmängel sind die häufigste und am leichtesten behebbare Ursache. Eisenmangel, Zinkmangel, Biotinmangel und unzureichende Proteinversorgung beeinflussen die Haarwurzel direkt. Deshalb sollte bei Haarausfall immer zuerst ein umfassendes Blutbild gemacht werden. Mehr zum Eisenmangel erkläre ich im Artikel über Eisenmangel bei Frauen.
Hormonelle Veränderungen – Schilddrüsenunterfunktion, Wechseljahre, Absetzen der Pille, Schwangerschaft und Stillzeit sind klassische Auslöser. Östrogen verlängert die Wachstumsphase des Haares. Sinkt Östrogen – etwa in den Wechseljahren – verkürzt sich die Wachstumsphase und mehr Haare fallen gleichzeitig aus. Deshalb ist Haarausfall bei Frauen ab 40 besonders häufig.
Chronischer Stress erhöht den Cortisolspiegel dauerhaft. Cortisol verkürzt die Wachstumsphase der Haare und verursacht so vermehrten Ausfall – oft mit 2 bis 3 Monaten Verzögerung nach dem Stressereignis. Deshalb fällt es schwer den Zusammenhang zu erkennen.
Crash-Diäten und Kalorienrestriktion – Haare sind kein lebensnotwendiges Organ. Deshalb verlagert der Körper bei Energiemangel Ressourcen weg von der Haarproduktion. Radikale Diäten führen häufig zu diffusem Haarausfall 2 bis 4 Monate nach der Kalorienreduktion.
Entzündliche Kopfhautprobleme – Schuppenbildung, Seborrhoe und Entzündungen beeinträchtigen das Haarfollikel-Umfeld direkt. Außerdem kann oxidativer Stress am Haarfollikel die Wachstumsphase verkürzen.

Was Haare wirklich brauchen – die biochemische Grundlage
Warum ist Keratin so wichtig? Haare bestehen zu 90 Prozent aus Keratin – einem schwefelreichen Strukturprotein. Keratin-Fasern werden in den Haarwurzelzellen gebildet und sind von Schwefelbrücken zwischen Cysteinmolekülen stabilisiert. Deshalb ist eine ausreichende Versorgung mit schwefelhaltigen Aminosäuren direkt entscheidend für die Haarstruktur.
L-Cystein und L-Methionin sind die wichtigsten schwefelhaltigen Aminosäuren für das Haar. L-Cystein ist direkter Baustein von Keratin – kein anderes Protein im Körper hat einen höheren Cysteinanteil. L-Methionin ist Vorstufe von L-Cystein und liefert damit die biochemische Grundlage für die Keratin-Synthese.
Biotin – Vitamin B7 – ist ein Cofaktor für Enzyme die Fettsäuren und Aminosäuren verarbeiten. Außerdem ist Biotin direkt an der Keratin-Synthese beteiligt. Deshalb ist Biotinmangel eine klassische Ursache für brüchige Haare und Haarausfall.
Selen ist essenziell für die Haarwurzel und schützt sie vor oxidativem Stress. Außerdem ist Selen wichtig für eine gesunde Schilddrüsenfunktion – und Schilddrüsenunterfunktion ist eine häufige Ursache für Haarausfall. Mehr dazu erkläre ich im Artikel über Schilddrüsenunterfunktion.
Pflanzliche Wirkstoffe für die Haarwurzel
Was leisten Hirse, Klettenwurzel und Rosmarin?
Hirsesamen-Extrakt ist in der Naturheilkunde seit Jahrhunderten als Haarmittel bekannt. Hirse enthält Kieselsäure die das Bindegewebe um die Haarwurzel stärkt. Außerdem liefert Hirse Aminosäuren, B-Vitamine und Mineralstoffe die die Haarwurzel direkt nähren.
Klettenwurzel (Arctium lappa) hat entzündungshemmende Eigenschaften und verbessert die Durchblutung der Kopfhaut. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen positive Effekte auf das Haarwachstum – besonders bei entzündlich bedingtem Haarausfall. Deshalb ist Klettenwurzel besonders sinnvoll bei schuppiger oder empfindlicher Kopfhaut.
Rosmarin-Extrakt verbessert die Durchblutung der Kopfhaut und aktiviert damit die Haarfollikel. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen: Rosmarinöl ist in Studien mit Minoxidil – dem bekanntesten Haarausfallmittel – vergleichbar wirksam, aber ohne dessen Nebenwirkungen. Deshalb ist Rosmarin einer der interessantesten pflanzlichen Haarstoffe überhaupt.
Gerstengras liefert Chlorophyll, Enzyme, Antioxidantien und Mineralien die die Haarwurzel vor oxidativem Stress schützen. Außerdem enthält Gerstengras Kieselsäure und B-Vitamine.
Die Naturtreu Rapunzelmähne – meine Bewertung
Die Naturtreu Rapunzelmähne enthält pro Tagesdosis (2 Kapseln):
- L-Cystein – 200 mg
- L-Methionin – 200 mg
- Hirsesamen-Extrakt – 250 mg
- Gerstengras – 200 mg
- Klettenwurzel-Extrakt – 50 mg
- Rosmarin-Extrakt – 50 mg
- Vitamin B5 (Pantothensäure) – 6 mg
- Vitamin B6 (Pyridoxal-5′-Phosphat) – 0,7 mg
- Biotin – 50 µg
- Selen (Natriumselenit) – 8,3 µg
- Molybdän – 7,5 µg
Was mich überzeugt:
Die schwefelhaltige Aminosäuren-Basis. L-Cystein und L-Methionin je 200 mg – das sind die direkten Bausteine von Keratin. Diese Kombination adressiert die Haarstruktur auf fundamentaler biochemischer Ebene.
Molybdän als smarter Cofaktor. Molybdän ist der Cofaktor für das Enzym das schwefelhaltige Aminosäuren verwertet. Deshalb verbessert Molybdän die Nutzbarkeit von L-Cystein und L-Methionin direkt. Das ist ein Detail das viele günstige Haarprodukte weglassen.
Vitamin B6 als Pyridoxal-5′-Phosphat. Die aktive Form von B6 – direkt verwertbar ohne Umwandlungsschritt. B6 unterstützt den Aminosäurestoffwechsel und damit die Proteinverarbeitung für die Haarwurzel.
Die pflanzliche Synergie. Hirse, Gerstengras, Klettenwurzel und Rosmarin adressieren die Haarwurzel aus verschiedenen Winkeln – Nährstoffversorgung, Durchblutung, Entzündungshemmung und Schutz vor oxidativem Stress.
Die Qualität. Vegan, ohne Zusatzstoffe, ohne Gentechnik, laborgeprüft, hergestellt in Deutschland, GMP-zertifiziert. 120 Kapseln = 2 Monate Vorrat.
Ehrliche Einordnung: Die Rapunzelmähne ist eine gezielte Nährstoffversorgung für die Haarwurzel. Sie wirkt am besten wenn die Ursache des Haarausfalls im Bereich Nährstoffmangel oder Haarwurzel-Unterversorgung liegt. Bei hormonell oder genetisch bedingtem Haarausfall ist ärztliche Abklärung entscheidend.

Was sagt die Naturheilkunde zu Haarausfall?
Hirse wurde in der europäischen Volksmedizin seit Jahrhunderten als Nahrung für Haare, Nägel und Knochen geschätzt – intuitiv richtig wegen des hohen Kieselsäure- und Aminosäuregehalts.
Hildegard von Bingen empfahl Klettenwurzel für Haut und Haare. Aus heutiger Sicht erklärt die entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Wirkung diese Beobachtung direkt.
Die traditionelle chinesische Medizin betrachtet Haare als Ausdruck der Blutqualität und der Nierenenergie. Deshalb empfiehlt sie nährende, blutaufbauende Lebensmittel sowie ausreichend Schlaf und Stressreduktion. Das deckt sich mit dem modernen Verständnis: Eisenmangel, Schlafmangel und chronischer Stress gehören zu den wichtigsten behandelbaren Haarausfall-Ursachen.
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1. Ursache klären. Blutbild machen lassen – mindestens Ferritin, Zink, Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4) und Vitamin D. Deshalb ist ärztliche Abklärung der erste Schritt bevor mit Supplementen begonnen wird.
2. Haarwurzel von innen versorgen. Die Naturtreu Rapunzelmähne täglich nach dem Frühstück – L-Cystein, L-Methionin, Hirse, Biotin und Selen für die Haarwurzel. Mindestens 3 Monate konsequent einplanen.
3. Eisenmangel ausgleichen. Niedriges Ferritin ist eine der häufigsten und am leichtesten behebbaren Haarausfall-Ursachen. Naturtreu Blutkraft bei nachgewiesenem Eisenmangel.
4. Schilddrüse und Stresssystem unterstützen. Das Naturtreu Drüsenschild bei Schilddrüsenproblemen. Außerdem Stressreduktion und ausreichend Schlaf – beides beeinflusst den Haarwachstumszyklus direkt.
Häufige Fragen zur Naturtreu Rapunzelmähne
Wie lange bis die Rapunzelmähne wirkt? Haare wachsen etwa 1 bis 1,5 cm pro Monat. Deshalb zeigen sich erste sichtbare Verbesserungen frühestens nach 2 bis 3 Monaten – und die volle Wirkung nach 4 bis 6 Monaten. Konsequenz ist entscheidend.
Hilft Biotin wirklich gegen Haarausfall? Biotin unterstützt die normale Keratinsynthese und trägt zum Erhalt normaler Haare bei – das ist durch EFSA-Aussagen anerkannt. Allerdings ist Biotinmangel in Deutschland eher selten. Deshalb ist Biotin allein oft nicht ausreichend – die Kombination mit L-Cystein, L-Methionin und Pflanzenstoffen wie in der Rapunzelmähne ist zielführender.
Kann ich die Rapunzelmähne mit anderen Naturtreu-Produkten kombinieren? Ja. Bei Haarausfall durch Eisenmangel empfehle ich die Rapunzelmähne in Kombination mit der Naturtreu Blutkraft. Bei Haarausfall durch Schilddrüsenprobleme mit dem Naturtreu Drüsenschild.
Ist die Rapunzelmähne auch für Männer geeignet? Ja – die enthaltenen Wirkstoffe sind nicht geschlechtsspezifisch. Bei erblich bedingtem Haarausfall (androgenetische Alopezie) bei Männern ist die Wirksamkeit jedoch begrenzt.
Wie nehme ich die Rapunzelmähne ein? 2 Kapseln täglich nach einer Mahlzeit mit ausreichend Wasser. Die Einnahmezeit ist tageszeitunabhängig – morgens oder mittags ist beides möglich.
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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei starkem oder plötzlichem Haarausfall bitte immer zuerst einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.



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